In diesem besonderen Kammerkonzert stellen sich die Praktikant:innen des Sinfonieorchester Aachen mit einem selbst zusammengestellten Programm vor, in denen sie sich zusammen mit ihren Kolleg:innen in unterschiedlichsten Besetzungen präsentieren: Francis Poulencs Sonate für Horn, Trompete und Posaune aus dem Jahr 1922 zeigt den typisch schelmischen Humor dieses Komponisten der Pariser »Groupe de Six«. Für drei Streichinstrumente, nämlich für 3 Violinen sind die »Capricci« von Friedrich Hermann komponiert, der als Violinvirtuose und -professor am Leipziger Konservatorium besonders effektvoll für Geige zu schreiben verstand. Mozarts Duos KV 487 entstanden während einer abendlichen Kegelpartie im Sommer 1786. Zuerst für zwei Violinen geplant, führte Mozart sie schließlich als virtuose Kabinettstückchen für zwei Hörner aus. Für einen Virtuosen und Tüftler schrieb Joseph Haydn sein Trompetenkonzert: Anton Weidinger hatte eine Trompete mit Klappen erfunden, die über einen sehr viel größeren Tonumfang als die damals übliche Naturtrompete verfügte. Haydn zeigt sich mit diesem allerersten Konzert für das damals neue Instrument wie immer am Puls seiner Zeit. Antonín Dvořáks Streichquintett aus dem Jahr 1875 ist dagegen ein Schwellenwerk: Es zeigt noch deutliche Einflüsse von Richard Wagner und Franz Liszt, ist aber auch die erste Komposition Dvořáks, die mit einem Kompositionspreis ausgezeichnet wurde.