Liebe Theaterbesucherinnen und -besucher, 

eigentlich stünden wir jetzt kurz vor den Premieren von Shakespeares Ein Sommernachtstraum und Amsterdam und auch die Proben für Turandot wären im vollen Gange. Der Januar-Spielplan böte eine opulente Barockoper aus dem 17. Jahrhundert, Cavallis La Calisto und Philip Glass’ sinnliche Adaption von Cocteaus La Belle et la Bête, zwei fertige Produktionen, von denen nur die erste ein einziges Mal gespielt werden konnte. Auch Giraudoux’ große Weltuntergangskomödie Die Irre von Chaillot stünde endlich wieder auf dem Spielplan, David Bowies Lazarus und Schillers Jungfrau von Orléans, die schon im Frühjahr durch Corona ausgebremst wurden, Unnützes Wissen in der Kammer und Lokal Europa im Depot. Darüber hinaus, auch noch ungesehen, die beiden Schauspieler*innenprojekte: Das Ende von Eddy und Cyborg 2020 auf der Vorbühne des großen Hauses. Nun alles wieder verschoben …

Wenig besser erging es dem Konzertbetrieb. Hier konnten wir Ihnen zumindest zwei Konzerte als Livestream anbieten, ein Angebot, dass Sie zu unserer großen Freude intensiv genutzt haben. Leider hat der harte Dezember-Lockdown einen geplanten Stream des Neujahrskonzerts dann unmöglich gemacht.

Ich könnte die Liste der Vorstellungen und Konzerte, die ungespielt bleiben müssen, hier für den Februar fortsetzen, denn die momentanen Corona-Zahlen machen uns diesbezüglich keine Hoffnung. Und so richten sich Hoffnung und Planung nun auf den März.   

Den Ticketverkauf werden wir weiterhin über Ticketreservierungen abwickeln, um die ständigen aufwändigen und für Sie und uns ärgerlichen Rückabwicklungen vermeiden zu können und Ihnen wie bisher die Möglichkeit zu geben, Ihre Tickets telefonisch, per E-Mail oder an der Theaterkasse verbindlich zu reservieren. Diese Reservierungen werden dann bei stattfindender Veranstaltung automatisch in ein Ticket umgewandelt.

Die aktuellsten Informationen zur Spielzeit und allen sonstigen diesbezüglich relevanten Fragen finden Sie hier auf unserer Homepage.

Wir möchten Ihnen noch einmal herzlich für Ihr Verständnis, Ihre Treue und Unterstützung in diesem höchst ungewöhnlichen Theaterjahr danken. Wir vermissen Sie schmerzlich und freuen uns darauf, Sie sobald als möglich im Theater und im Eurogress wiederzusehen. Bis dahin wünschen wir Ihnen trotz aller Einschränkungen nur das Beste für ein gesundes neues Jahr 2021.

Im Namen des Theaters
Michael Schmitz-Aufterbeck