Die Freiheit einer Frau

von Édouard Louis // Videoinstallation und Theaterstück

Ein Sohn findet ein altes Foto seiner Mutter – hier sieht sie irgendwie glücklich aus. Der Sohn begibt sich auf Spurensuche: Wer ist diese Frau? Was ist ihr, die fünf Kinder bekam, mit gewalttätigen Ehemännern verheiratet war und in einem abgehängten Dorf lebte, in all diesen Jahren widerfahren? Welchen Anteil hatte der Sohn selbst am Gefangensein seiner Mutter? Und wie konnte sie diese Welt nach all den Jahren plötzlich hinter sich lassen?

Der Theaterabend besteht aus zwei Teilen: Einer begehbaren Video-Raum-Installation, welche die vielfältigen Lebensgeschichten von Aachener Müttern aus unterschiedlichsten Hintergründen erlebbar macht und der Erzählung »Die Freiheit einer Frau«, die an »Das Ende von Eddy« (Spielzeit 2020/21) anknüpft. Mit dieser Arbeit wollen wir Müttern eine Stimme geben, ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Kämpfe ans Licht bringen und die Vielfältigkeit von Mutterschaft ergründen. Und wir stellen schließlich eine Frage: Warum schätzen wir diese Frauen, die das Fundament unserer Gesellschaft bilden, so wenig wert?