6. Sinfoniekonzert - Seelentiefe

Werke von Strawinsky // Zimmermann // Tschaikowski

Programmübersicht:
Igor Strawinsky: »Der Feuervogel«, Suite für Orchester (1919)
Bernd Alois Zimmermann: Trompetenkonzert »Nobody knows de trouble I see«
Peter Iljitsch Tschaikowski: Sinfonie Nr. 6 op. 74 »Pathétique«

Gleich zwei alte russische Märchen bilden die Handlung von Igor Strawinskys 1909 entstandener Ballettmusik »Der Feuervogel«. Die Geschichte des jungen Prinzen Iwan, der den Bann des bösen Zauberers Kastschej nur brechen kann, indem er dessen in einem Riesen-Ei gelagerte Seele zerstört, machte den 27-jährigen Strawinsky über Nacht berühmt. Aufgrund des großen Erfolges seines Werkes fasste Strawinsky 1919 sieben der insgesamt 19 Nummern des Balletts zu einer nicht minder funkelnden Orchestersuite.
Bernd Alois Zimmermann greift mit seinem Konzert »Nobody knows de trouble I see« für Trompete und Orchester auf den weltberühmten Negro-Gospelsong »Nobody knows the trouble I have seen« zurück, der als ergreifende Klage über die Leiden der Sklaverei gilt. Jazz-Ursprünge und Kunstmusik verbinden sich hier zu einem Werk mit Seelentiefe, das Facetten der Angst und Hoffnung, Trauer und Freude aufgreift.
Den Abschluss des Konzertes bildet Peter Iljitsch Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 »Pathétique«, der seinerzeit zwar berühmt und erfolgreich, doch weit entfernt von einem unbeschwerten Leben war. Sein Außenseiter-Dasein als Homosexueller ließ sein Seelenbefinden immer weiter besorgniserregend werden. Zehn Tage nach der Uraufführung der Pathétique starb Tschaikowski – und hinterließ mit seiner sechsten Sinfonie eine Art instrumentales Requiem.

Spieldauer: ca. 2 Stunden - inklusive einer Pause