Amphitryon

Komödie von Heinrich von Kleist

Es ist wieder einmal so weit: Gott Jupiter sucht ein neues amouröses Abenteuer. Diesmal soll es Alkmene, die Frau des Feldherrn Amphitryon, sein. Zur Tarnung nimmt Jupiter die Gestalt ihres abwesenden Ehemanns an; Gott Merkur soll das nächtliche Unterfangen als Doppelgänger von Amphitryons Diener Sosias absichern. Aber es läuft nicht rund: Als am nächsten Morgen der echte Amphitryon von einem Feldzug nach Hause zurückkehrt und Alkmene ihn schwelgend an die gemeinsam durchlebte Nacht erinnert, ist er alarmiert. Wer war der Mann, der so aussah wie er, aber nicht er war? Auch Alkmene weiß nicht mehr, was sie von alldem halten soll. Als Jupiter zu allem Überfluss der Versuchung nicht widerstehen kann, noch einmal aus dem Olymp zu ihr zurückzukehren, um durchscheinen zu lassen, wer in Wirklichkeit bei ihr war, kommt alles vollends durcheinander. Doppelgängertum und grundlegende Identitätskrisen entfalten eine Komik, die beinahe zu einem tragischen Höhepunkt führt.