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Nina Russi

Nina Russi

Die Schweizer Regisseurin Nina Russi studierte Musical an der Stella Academy Hamburg. Engagements als Darstellerin brachten sie ans Operettenhaus, Schmidt Theater, Junge Musiktheater und Filmstudio in Hamburg sowie ans Bremer Theater. Es folgten Regiehospitanzen an den Staatsopern Dresden, Berlin, Hamburg und Wien. Im Sommer 2007 betreute sie an der Seite von Maximilian Schell "Wiener Blut" bei den Seefestspielen Mörbisch.

Seit der Spielzeit 07/08 ist sie Spielleiterin und Regieassistentin am Opernhaus Zürich. In über 30 Neuinszenierungen arbeitete sie mit Regisseuren zusammen wie Calixto Bieito, Robert Carsen, Robert Wilson, Hans Neuenfels, Harry Kupfer, David Pountney, Graham Vick, Andreas Homoki, Matthias Hartmann, Sven-Eric Bechtolf, Jens-Daniel Herzog, Grischa Asagaroff, Tatjana Gürbaca und Barrie Kosky.

Sie war Stipendiatin verschiedener internationaler Regieprogramme: International Summer Arts Program in Watermill, New York, unter der künstlerischen Leitung von Robert Wilson (2008); Europäische Akademie für Musik & Darstellende Kunst in Montepulciano bei Prof. Dr. Michael Hampe (2011); Directors Lab am Lincoln Theater Center, New York (2012); Internationales Forum beim Berliner Theatertreffen (2014); Bayreuther Festspiele durch die Schweizerische Richard Wagner-Gesellschaft (2016). Das „Residency for Stage Directors“ der enoa Institution (European Network of Opera Academies) brachte Sie ans Teatr Wielki (Polish National Opera) in Warschau, unter der künstlerischen Leitung von Mariusz Trelinski, sowie ans Festival D’Aix-en-Provence, wo Bernard Foccroulle ihr Mentor war (2018).

Bei den Salzburger Festspielen realisierte sie Mendelssohns "Sommernachtstraum" sowie Mozarts "Zauberflöte" als Mitspielopern, mit dem Lucerne Jazz Orchestra die Klanggeschichte "Der Mondmilchstein". Am Opernhaus Zürich inszenierte sie den Abschlussabend "Il faut s’aimer" des Internationalen Opernstudios sowie die zeitgenössischen Kinderopern "Die Gänsemagd" von Iris ter Schiphorst und "Gold!" von Leonard Evers. Am Theater Winterthur brachte sie in Koproduktion mit dem Konzert Theater Bern die Uraufführung der Familienoper "Reise nach Tripiti" auf die Bühne. Für die Tonhalle Zürich konzipierte sie ein szenisches Projekt zu Strawinskys "Petruschka". Diese Spielzeit inszenierte sie am Opernhaus Zürich erfolgreich die Uraufführung der Kammeroper "Der Traum von Dir" von Xavier Dayer. Die Bernstein Opern "A quiet place" und "Trouble in Tahiti" sind Nina Russis erste Regiearbeiten am Theater Aachen und eine Fantasy-Oper wird sie demnächst wieder ans Opernhaus Zürich bringen.