Zaïde / Adama

Fragmente von Wolfgang Amadeus Mozart und Chaya Czernowin

Ein unvollendetes Singspiel von Mozart, das vielen als Vorläufer der »Entführung aus dem Serail« gilt, trifft auf eine politisch brisante Liebesgeschichte des 21. Jahrhunderts. 

Mozarts »Zaïde« erzählt die Geschichte der als Sklav:innen am türkischen Hof des Sultan Soliman lebenden Europäer:innen Zaïde und Gomatz. Sie verlieben sich ineinander und versuchen gemeinsam die Flucht. Die israelische Komponistin Chaya Czernowin erweiterte Mozarts Fragment um ein neues Werk: »Adama« (hebräisch: Adama – Erde, Adam – Mensch, Dam – Blut) handelt von der unmöglichen Liebe eines namenlosen Paares, sie Jüdin, er Palästinenser. Czernowin füllt nicht die Lücken, die Mozart hinterlässt, sondern stellt ihm vielmehr ein eigenständiges und doch komplementär wirkendes Anderes für ein zweites Orchester gegenüber. Der in Jerusalem aufgewachsene Regisseur und Bühnenbildner Ran Chai Bar-zvi inszeniert »Zaïde/Adama« vor dem Hintergrund eines Konflikts, der seit dem 7. Oktober 2023 eine neue, grausame Dynamik angenommen hat. Sein Interesse gilt dem Chor als kollektiver Macht, für die vielleicht gilt, was Sultan Soliman bei Mozart über sich selbst sagt: »Ich bin so bös als gut.« Für dieses Projekt wird das Theater Aachen von einem »Community Chor« aus Bürger:innen der Stadt unterstützt.

 

Infos

Ort Großes Haus
Alter Für alle ab 14 Jahren
Einführung 19:00 – Spiegelfoyer

Besetzung am 27.04.24, 19:30 Uhr

Musikalische Leitung Chanmin Chung / Mathis Groß
Regie und Bühne Ran Chai Bar-zvi
Kostüme Belle Santos
Licht Eduard Joebges
Dramaturgie Lucien Strauch
Sinfonieorchester Aachen
Sie können mitmachen!
 
Für dieses Projekt gründen wir einen »Community Chor«!
 
Sie sind offen für Neue Musik? Sie möchten an der Inszenierung von »Zaïde / Adama« im Großen Haus des Theater Aachen mitwirken und die besonderen Klangwelten von Chaya Czernowin sprechend, singend und spielend erkunden? Dann melden Sie sich gerne bei uns. Ein erstes Kennenlernen findet am 18. November statt.
 
Kontakt:
Lucien Strauch, Dramaturg