»Wunschkonzert«

Western Balkans Youth Orchestra mit europäischer Klassik und Musik aus dem Westbalkan

Western Balkans Youth Orchestra wurde 2019 unter der künstlerischen Leitung des Dirigenten und Pianisten Desar Sulejmani gegründet. Das Orchester entstand aus der Überzeugung, dass Musik Menschen verbinden kann, wo Sprache, Politik und historische Konflikte oft an ihre Grenzen stoßen. In einer Region, die noch immer von den Folgen der Auflösung des ehemaligen Jugoslawiens geprägt ist, schafft WBYO einen einzigartigen Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames künstlerisches Schaffen. 

Das Orchester vereint junge professionelle Musikerinnen und Musiker aus den Ländern des Westbalkans, der Europäischen Union und darüber hinaus. Durch intensive Probenphasen, künstlerische Residenzen und internationale Konzerttourneen entwickeln die Teilnehmenden nicht nur ihre musikalischen Fähigkeiten auf hohem professionellem Niveau weiter, sondern lernen auch, kulturelle Unterschiede als Bereicherung zu verstehen. Unterstützt von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren aus renommierten europäischen Orchestern erwerben sie wertvolle Kompetenzen für eine internationale Karriere im Musikbereich.

WBYO versteht musikalische Exzellenz und Professionalität sowie gesellschaftliche Verantwortung als untrennbar miteinander verbunden. Das gemeinsame Leben, Proben und Auftreten fördert Freundschaften über nationale und kulturelle Grenzen hinweg und macht die Kraft von Zusammenarbeit unmittelbar erfahrbar.

Mit seinen Konzerten im Westbalkan und in zahlreichen europäischen Ländern setzt das Orchester ein sichtbares Zeichen für Dialog, Verständigung und Frieden.

Heute gilt das Western Balkans Youth Orchestra als bedeutende kulturelle Plattform aus der Region des Westbalkans und als Symbol für eine neue Generation junger Künstlerinnen und Künstler, die durch Musik Brücken bauen und die Zukunft der Region aktiv mitgestalten.

Das »Wunschkonzert« des Western Balkans Youth Orchestra in Aachen findet im Rahmen der WestbalkanTage NRW 2026 statt und wird freundlicherweise durch das Goethe Institut München und das Auswärtige Amt in Berlin unterstützt.

Dem Titel des Abends entsprechend, darf das Publikum vorab wählen, was zu hören sein wird. Aus folgenden drei Programmen darf gewählt werden. Den Link zum Abstimmungsformular finden Sie hier.

Programm I – »Stimmen der Freiheit«

Musik über Mut, Identität und den Wunsch nach Selbstbestimmung

  • Franz von Suppé – Ouvertüre »Dichter und Bauer«

Die Ouvertüre zu Dichter und Bauer von Franz von Suppé feiert das Zusammenspiel von Kreativität und menschlicher Nähe. Zwischen poetischer Ruhe und festlicher Energie entsteht ein musikalisches Bild von Offenheit, Optimismus und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

  • Auftragswerk aus Westbalkan
  • Stefan Heucke (*1959) – Konzert für Akkordeon und Orchester Op. 144
    Yilin Han, Akkordeon

Pause

  • George Enescu – Rumänische Rhapsodie Nr. 1

Mitreißende Rhythmen, leuchtende Farben und volkstümliche Melodien prägen dieses Stück. Enescu verbindet folkloristische Elemente mit sinfonischer Klangsprache und zeigt, wie lebendig und vielfältig die musikalischen Traditionen Europas sind.

  • Ottorino Respighi – Pini di Roma (Pinien von Rom)

Ein eindrucksvolles sinfonisches Klanggemälde, das Erinnerungen, Geschichte und Atmosphäre einer Stadt lebendig werden lässt. Am Ende wächst die Musik zu einem strahlenden Höhepunkt – kraftvoll, visionär und voller Zuversicht.

Programm II – »Konflikt und Versöhnung«

Musik über innere Spannungen, Wandlung und die Suche nach Ausgleich

  • Richard Wagner – Ouvertüre zu Tannhäuser

Wagner zeichnet einen großen musikalischen Bogen zwischen sinnlicher Verlockung und spiritueller Sehnsucht. Gegensätze prallen aufeinander, durchlaufen eine Entwicklung und nähern sich schließlich einer Form von Versöhnung.

  • Auftragswerk aus Westbalkan
  • Stefan Heucke (*1959) – Konzert für Akkordeon und Orchester Op. 144
    Yilin Han, Akkordeon

Pause

  • Paul Dukas – Der Zauberlehrling

Diese brillante Orchestergeschichte beginnt mit jugendlicher Neugier und entwickelt sich rasch zu einem turbulenten Chaos, bevor sich die Ordnung wieder einstellt. Virtuos, farbenreich und zugleich augenzwinkernd erzählt die Musik von Verantwortung und Reife.

  • Ottorino Respighi – Pini di Roma

Als klanggewaltiger Abschluss führt Respighi die musikalische Erzählung in eine monumentale Dimension, in der Vergangenheit, Gegenwart und Vision ineinander übergehen.

Programm III – »Europäische Visionen«

Klangbilder von Fantasie, Geschichte und kultureller Erinnerung

  • George Enescu – Rumänische Rhapsodie Nr. 1

Mitreißende Rhythmen, leuchtende Farben und volkstümliche Melodien prägen dieses Stück. Enescu verbindet folkloristische Elemente mit einer sinfonischen Klangsprache und zeigt, wie lebendig und vielfältig die musikalischen Traditionen Europas sind

  • Auftragswerk aus Westbalkan
  • Stefan Heucke (*1959) – Konzert für Akkordeon und Orchester Op. 144
    Yilin Han, Akkordeon

Pause

  • Paul Dukas – Der Zauberlehrling

Diese brillante Orchestergeschichte beginnt mit jugendlicher Neugier und entwickelt sich rasch zu einem turbulenten Chaos, bevor sich die Ordnung wieder einstellt. Virtuos, farbenreich und zugleich augenzwinkernd erzählt die Musik von Verantwortung und Reife.

  • Ottorino Respighi – Pini di Roma

Den Abschluss bildet ein klangliches Panorama von überwältigender Wirkung – eine Musik, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet.

Über alle Programme hinweg entsteht eine musikalische Reise quer durch Europa: von Deutschland und Österreich über Frankreich und Rumänien, Italien bis nach Westbalkan. Unterschiedliche Traditionen, verschiedene Klangsprachen – und doch entsteht daraus ein gemeinsamer musikalischer Raum.

Oder anders gesagt:
Viele Stimmen, viele Geschichten – aber ein gemeinsamer Herzschlag.

Infos

Ort Großes Haus

Besetzung am 05.09.26, 19:00 Uhr

Musikalische Leitung Desar Sulejmani
© Klangblende.de Ulrike Schumann
© PixLess PRODUCTION