The Indian Queens

Eine postkoloniale Semi-Oper von Colectivo Yama
nach Henry Purcell und John Dryden
Aus dem Spanischen von Miriam Denger

Eine Geschichte um Liebe und Rache und im Zentrum eine machthungrige »Königin der Azteken« – so könnte eine Zusammenfassung von Henry Purcells selten aufgeführter BarockOper »The Indian Queen« lauten. Die aus Ecuador stammenden Künstlerinnen und Autorinnen der Gruppe »Colectivo Yama«, Carlina Derks Bustamante und Natalia Ortiz, nehmen Purcells Werk zum Anlass, um die Geschichte der tatsächlichen indigenen »Königinnen« ihres Landes zu erzählen: Schon immer haben Frauen den indigenen Widerstand gegen koloniale und neoliberale Ausbeutung von Mensch und Natur angeführt. War die Semi-Oper von Purcell und seinem Autor John Dryden eine stereotype Handlung um Krieg und Intrige in exotisierender Kulisse, so ist »The Indian Queens« eine bildmächtige Fabel über den Widerstand und die Vision eines geglückten Zusammenlebens – die heutigen »indian queens« kommen zu Wort und ihr Kampf bekommt ein Gesicht. Purcells Musik verbindet sich mit einem neuen Text, traditionelle Musik der Anden und barocke Musik mit dokumentarischem Filmmaterial und Oper mit Schauspiel.

Im Rahmen unseres Projektes AKZENT Barock! gefördert durch »Neue Wege«, das Förderprogramm des NRW KULTURsekretariats.

Besetzung

Regie Carlina Derks / Daniel Cremer
Mitarbeit Regie Natalia Oritz
Bühne und Kostüme Fernando Derks
Licht Dirk Sarach-Craig
Sinfonieorchester Aachen

Termine

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»Seit wann fließt das Wasser nicht mehr frei?«