Die Atomphysikerin Alice forscht in Genf am CERN, wenn sie nicht gerade mit ihrem pubertierenden Sohn Luke streitet, der nicht in der Schweiz leben will. Ihre Schwester Jenny wohnt im ostenglischen Luton, verkauft Krankenversicherungen am Telefon, ist Impfgegnerin und kümmert sich um die demente Mutter Karen. Die Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Oder wie Jenny es einmal formuliert: »Ich bin Forrest Gump und du bist der verdammte Zauberer von Oz.« Aber ist es wirklich so einfach? »Der Moskito, dieses winzige, fragile Wesen, das man mit dem Daumen töten kann, ist für mehr Tote verantwortlich als jedes andere Tier«, sagt der Partner von Alice. Sind Menschen ohne Selbstverantwortung und Vernunft genauso gefährlich wie Moskitos? In »Moskitos« mischen sich Psychologie und Wissenschaft, Schicksal und Selbstverantwortung in einem schillernden Drama über gesellschaftliche Gräben, die sich bis ins Familienleben ziehen. Regisseurin Jenke Nordalm und das Ensemble ziehen alle Register für diese ebenso emotionale wie hochintelligente Geschichte.
Hinweise zur Darstellung, zum Inhalt und zu sensorischen Reizen und Triggern stehen hier.
#pressestimmen
»Scharf-, Eigen- und Unsinn vereint sich im Familiendrama ›Moskitos‹ in der Kammer des Theaters Aachen dank eines brillant aufgelegten Ensembles.«
»Das Zusammenspiel der beiden [die Schwestern Alice und Jenny] ist der emotionale Motor des Abends.«
»Scheuritzel gelingt das Kunststück, Komik und Abgrund eng beieinander zu halten.«
»Das Ensemble ist durchweg stark besetzt. Maurice Läbe als Luke und Greta Ebling als Natalie verkörpern eine Generation, in der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bereits angelegt sind. Benedikt Voellmy gibt Henri als freundlich-stoffeligen Außenseiter, der zwischen die Fronten gerät, ohne wirklich Teil des Dramas zu werden.«
»Trotz aller Komplexität bleibt der Abend unterhaltsam und nah an den Figuren. Rösner, Friedrich und Scheuritzel ragen besonders heraus, getragen von einem insgesamt brillant aufgelegten Ensemble. ›Moskitos‹ ist keine leichte Kost, aber eine lohnende.«
Aachener Zeitung
Infos
Dauer
02:20 Stunden,
inkl. 1 Pause
Alter
Für alle ab 15 Jahren