Ist das menschliche Bewusstsein ein Auslaufmodell?
Machen Sie den ketzerischen Test: Werfen Sie Stichworte wie Trump, Deutsche Bahn oder Telefonwarteschleife in ein Gespräch – die Gemüter werden sich in Nanosekunden erhitzen, um dann nach ewig sich im Kreis drehenden Diskussionen kläglich zu verenden, entweder in unzufriedener Ergebnislosigkeit oder verzweifelter Hilflosigkeit: Wie schnell wird KI wohl den menschlichen Verstand ersetzen? Warum geht es mit den so dringend benötigten erneuerbaren Energien nur im Schneckentempo voran? Ist der rasend schnell voranschreitende Rechtsruck in letzter Sekunde vielleicht doch noch zu stoppen? Immer ist alles entweder schon zu spät oder es hätte noch viel mehr Zeit gebraucht. Was denn nun? Es ist, als ob unser Bewusstsein mit Vollgas, aber angezogener Handbremse im Zeittunnel der sich überschlagenden (Welt)Ereignisse feststeckt.
Das MörgensLab# 9 sagt an dieser Stelle STOPP!
Für einen (viel zu kurzen) Theaterabend nehmen wir uns alle Zeit der Welt für eine Inventur der Möglichkeiten und Fähigkeiten unseres eigenen Bewusstseins: Was geben uns die unterschiedlichsten Wissenschaften, die Gehirnforschung, die Psychologie und Soziologie angesichts der Omnikrise mit auf den Weg in die Zukunft. Und was können uns an diesem Abend Menschen Interessantes über Zeitverschiebungen und Bewusstseinsveränderungen in ihrem Leben erzählen. Kaleidoskopartig erfahren unter anderem etwas über das Default Mode Network, über die Soziologie der Resonanz, über geheime Kapazitäten unseres Gehirns, über die »aktive Ent-Täuschung«, über Possibilismus und die Kunst des Zuhörens.