Alle reden von Künstlicher Intelligenz. Tech-Konzerne und Regierungen pumpen Milliarden in die verheißungsvolle Schlüsseltechnologie der Zukunft. Mit ihr kann jeder alles erschaffen – lautet das Versprechen. »Wie kann ich dein Herz rühren«, fragt die KI ebenso wie die Kreatur.
Diese Frage verknüpft Regisseur Tristan Linder mit Mary Shelleys weltberühmter Geschichte um den Wissenschaftler Viktor Frankenstein, der besessen davon ist, künstliches Leben zu erschaffen. In der Inszenierung am Theater Aachen nimmt Frankenstein dafür eine KI zu Hilfe. Was passiert. wenn diese den Roman erzählt? Und kann sie vielleicht die Rolle von Frankensteins Monster spielen? Oder ist die ikonische namenlose Kreatur nicht eigentlich zutiefst menschlich? Die künstlerischen Potenziale von KI-generierten Inhalten und ihre Gefahren stehen an diesem Abend immer dem menschlichen Schaffen gegenüber. Kann die KI unser Herz berühren? Spielerisch tritt das Ensemble mal als Viktor Frankensteins Familie und mal als Dichtergruppe um Mary Shelley auf, um den romantischen Schauerroman zu neuem Leben zu erwecken.
Die tiefsten Geheimnisse der Schöpfung will ich vor der Welt ausbreiten. Frankenstein
Frankenstein