Das Leben ein Clown

von Charlotte Lorenz und Jakob D'Aprile

Uraufführung

Wie entkommen wir dem Gefühl von Ohnmacht angesichts einer von Krisen geschüttelten Welt? In »Das Leben ein Clown« nimmt sich eine Gruppe dieser Frage auf überraschende Weise an. Sie beschließen, ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen, um – kein Scherz – als Clowns zu leben.

Im Ursprung der Clownsfigur sehen sie die Chance, an der herrschenden Ordnung zu rütteln. Schließlich erfüllte der Narr, der den König ungestraft erniedrigen durfte, einst eine politische Funktion. Als Arlecchino in der commedia dell’arte war die Clownsfigur Publikumsliebling, im Zirkus dann Sinnbild unschuldiger Kindheitserinnerungen. In der Popkultur der Gegenwart treiben Clowns fast nur noch in Horrorfilmen ihr Unwesen. Wie ist dieser schleichende Bedeutungsverlust der Weltenverdreher zu erklären? Haben wir Angst vor den Clowns in uns? Würde die Welt im Chaos versinken, wenn alle ihren inneren Clowns freien Lauf ließen? Pünktlich zur Karnevalszeit geht das Theater Aachen diesen Fragen mit der Mockumentary »Das Leben ein Clown« nach. Charlotte Lorenz, Jakob D’Aprile und Josefin Kwon setzen damit ihre 2020 begonnene Auseinandersetzung mit der Figur des Clowns fort; für »Rebel Clown Misery« wurden sie beim Nachwuchswettbewerb am Wiener Theater in der Drachengasse mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Besetzung

Bühne und Kostüme Josefin Kwon
Licht Dirk Sarach-Craig
Dramaturgie Lucien Strauch

Das Problem sind die Vorurteile: Kindergeburtstage auf der einen Seite und Horrorclowns auf der anderen.

Rebel Clown Misery