Wie reagiert man als Kind auf den Suizidversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit all dem, was auf der Welt schön ist: 1. Eiscreme, 2. Wasserschlachten, 3. länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen. Ganz intuitiv geht es um die vielen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen. Aber wird die Mutter die Liste auch wirklich lesen? Und was passiert, wenn man erkennen muss, dass eine Depression dennoch nicht einfach verschwindet? Immer länger wird die Liste, je älter das Kind wird: 4997. Schließlich ist das Kind erwachsen, studiert, verliebt sich, erlebt einen weiteren Suizidversuch der Mutter – und die Liste nähert sich der Million: 999.998. Unpassende Songs in gefühlvollen Momenten. »All das Schöne« in der Welt – ist es überhaupt zu fassen? Duncan Macmillan hat einen lebensbejahenden Monolog über ein todernstes Thema geschrieben. Indem das Publikum an der Suche nach all dem, was wundervolle Momente bedeuten kann, beteiligt wird, schafft Macmillan – ganz ohne Rührseligkeit – einen Raum für das vielleicht Schönste überhaupt: geteiltes Glück.
Eine Übernahme aus dem Landestheater Tübingen.
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#pressestimmen
»Schmerzliches Ringen um Sinn und Leben: „All das Schöne“ begeistert im Mörgens«
»Er schreibt für sie eine lange Trost-Liste mit Gedanken und Begriffen, eben „All das Schöne“, für das es sich zu leben lohnt. Und auch der Besuch dieses Stückes lohnt sich.«
»Jonas Hellenkemper ist ein Schauspieler, der keine Angst vor Nähe hat, der sich mit allen Fasern seines Wesens in eine Situation wirft, auf Menschen zugeht, laut und emotional nachdenkt, dem selbst dann noch die Sympathien zufliegen, wenn jemand aus dem Publikum mitspielen soll. Er fängt sie alle ein, mit seinem Charme, aber auch mit seinem jungen Schmerz, der stets da ist, mal leise, dann wieder schneidend[.}«
»Es kommen die stillen Momente, die traurigen Pausen, die so berührend sind.«
»Bühne frei für die begeistert applaudierenden Zuschauer, die sich Stifte und Papier greifen dürfen, um ihrerseits „Schönes“ aufzuschreiben und auszustreuen.«
Aachener Zeitung