Der zerbrochne Krug
Lustspiel von Heinrich von Kleist
Welch ein morgendliches Erwachen:
Wunden an Kopf und Bein, die Amtsperücke verschwunden! Dorfrichter Adam hat kaum Zeit, sich zu besinnen, denn im Vorzimmer der Amtsstube zu Huisum warten schon Kläger und Angeklagter. Ein Krug ist zu Bruch gegangen und Frau Marthe beschuldigt Ruprecht, den Liebsten ihrer Tochter Eve, ihn zerschlagen zu haben. Zu allem Übel hat sich auch noch Gerichtsrat Walther angemeldet, er will dem Dorfrichter beim Rechtsprechen auf die Finger gucken. Und auch wenn Adam mit jeder List und unter Amtsmissbrauch versucht, die Wahrheit zu vertuschen, gibt es für ihn kein Entrinnen mehr: Die Geschehnisse der Nacht treten peu à peu zu Tage. Der Richter wird zwangsläufig zu seinem eigenen Henker …
Heinrich von Kleist, dessen 200jähriges Todesjubiläum wir in dieser Spielzeit begehen, griff den Stoff 1806 aufgrund einer Wette, wer die bessere Komödie schreiben könne, auf, spitzte ihn aber, über das reine Lustspiel hinaus, zu einer bitteren Anklage gegen Justiz und Staatswillkür zu.
Wunden an Kopf und Bein, die Amtsperücke verschwunden! Dorfrichter Adam hat kaum Zeit, sich zu besinnen, denn im Vorzimmer der Amtsstube zu Huisum warten schon Kläger und Angeklagter. Ein Krug ist zu Bruch gegangen und Frau Marthe beschuldigt Ruprecht, den Liebsten ihrer Tochter Eve, ihn zerschlagen zu haben. Zu allem Übel hat sich auch noch Gerichtsrat Walther angemeldet, er will dem Dorfrichter beim Rechtsprechen auf die Finger gucken. Und auch wenn Adam mit jeder List und unter Amtsmissbrauch versucht, die Wahrheit zu vertuschen, gibt es für ihn kein Entrinnen mehr: Die Geschehnisse der Nacht treten peu à peu zu Tage. Der Richter wird zwangsläufig zu seinem eigenen Henker …
Heinrich von Kleist, dessen 200jähriges Todesjubiläum wir in dieser Spielzeit begehen, griff den Stoff 1806 aufgrund einer Wette, wer die bessere Komödie schreiben könne, auf, spitzte ihn aber, über das reine Lustspiel hinaus, zu einer bitteren Anklage gegen Justiz und Staatswillkür zu.
Fr, 15. Juni 2012, 20.00 Uhr
Kammer



Inszenierung Markus Kopf
Ausstattung Manfred Kaderk
Dramaturgie Harald Wolff
Gerichtsrat Walter Benedikt Voellmy
Dorfrichter Adam Torsten Borm
Schreiber Licht Thomas Hamm
Frau Marthe Rull Bettina Scheuritzel
Eve, ihre Tochter Nadine Kiesewalter
Veit Tümpel, ein Bauer Fritz Matthiae
Ruprecht, sein Sohn Markus Weickert
Frau Brigitte Katja Zinsmeister
Magd Raphaela Ertmer
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