Spieltrieb
Stück nach dem Roman von Juli Zeh
Ada ist hochintelligent, sportlich, scharf in der Sprache und im Denken, einsam, distanziert und im Schneckenhaus ihrer pubertären Verachtung der Welt gefangen. Als Alev neu in die Klasse kommt, ist Ada fasziniert von dem extrovertierten, nie ganz zu durchschauenden Alev. Mit ihm fühlt sie sich seelenverwandt, Mitschülern wie Lehrern gleichermaßen überlegen. Beide erklären sich in Fragen der Emotion, des Glaubens und der Moral in atemberaubender Hybris für unabhängig. Ada folgt Alev,
der sie in ein Spiel verwickelt, dessen Regeln er bestimmt. Er macht sich die Sympathie, die der polnische Deutsch- und Sportlehrer Szymon Smutek für Ada offensichtlich empfindet, zunutze, treibt die beiden
in ein Spiel der Verführung, macht Smutek erpressbar und bringt ihn fast um seine Existenz. Alles mündet in einen juristischen Fall.
2004 schrieb die Juristin Juli Zeh ihren zweiten Roman »Spieltrieb« über »moralische Verwirrung der Welt auf einen Schulkörper projiziert, an dem Politik und Gesellschaft, Staat und Terror diskutiert werden.« Welt am Sonntag
der sie in ein Spiel verwickelt, dessen Regeln er bestimmt. Er macht sich die Sympathie, die der polnische Deutsch- und Sportlehrer Szymon Smutek für Ada offensichtlich empfindet, zunutze, treibt die beiden
in ein Spiel der Verführung, macht Smutek erpressbar und bringt ihn fast um seine Existenz. Alles mündet in einen juristischen Fall.
2004 schrieb die Juristin Juli Zeh ihren zweiten Roman »Spieltrieb« über »moralische Verwirrung der Welt auf einen Schulkörper projiziert, an dem Politik und Gesellschaft, Staat und Terror diskutiert werden.« Welt am Sonntag
Di, 12. Juni 2012, 20.00 Uhr
Kammer





Inszenierung Anne Lenk
Ausstattung Halina Kratochwil
Dramaturgie Caroline Schlockwerder
Olaf Robert Seiler
Smutek Karsten Meyer
Höfi Joey Zimmermann
Schneewittchen Julia Brettschneider
Mutter/ Kalte Sophie Gabriele Völsch
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